Sie haben eine Immobilie, die Sie unkompliziert und zu einem guten Preis verkaufen wollen? Dafür haben wir für Sie einige hilfreiche Tipps und Tricks zusammengefasst. Aus Gründen der Übersichtlichkeit teilen wir den Verkaufsprozess in drei Phasen:

  1. Vorbereitung
  2. Vermarktungsphase
  3. Verkauf

Sie wissen selber bestimmt am besten, in welcher Phase Sie sich gerade befinden. In jeder Phase gibt es eigene Themenbereiche, die es zu wissen gibt.

1. Vorbereitung

Nehmen Sie sich beim Verkauf Ihres Hauses auf jeden Fall ausreichend Zeit. Zunächst empfiehlt es sich, einige grundlegende Fragen zu klären. Beispielsweise, wie gerade die Marktsituation ausschaut. Also, ob gerade ein günstiger Zeitpunkt ist, das Haus zu verkaufen. Ist das der Fall, gilt es den Wert des Hauses richtig einzuschätzen, beziehungsweise schätzen zu lassen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Wert selber einschätzen: Recherchieren Sie dazu in Zeitungen und Immobilienportalen (Willhaben, ImmoScout24, usw.). Suchen Sie nach Immobilien, die Ihrer Immobilie ähnlich sind. Also, ungefähr das gleiche Baujahr, ungefähr die gleiche Ausstattung und eine ähnliche Lage. Am besten direkt nachschauen, was in Ihrer Region gerade alles angeboten wird. Vielleicht findet sich ja ein vergleichbares Objekt, dann haben Sie schon einen guten Richtwert. 
  2. Kostenlose Expertise: Viele Immobilien Büros bieten eine kostenlose Marktwerteinschätzung an. Gerne können Sie dafür uns kontaktieren. Wir bedienen uns dabei bewährter Bewertungsverfahren und gehen individuell auf Ihre Immobilie ein. Sie erhalten von uns danach eine fundierte Schätzung. Diese professionelle Marktwerteinschätzung gibt Ihnen in der späteren Vermarktungs- und Verkaufsphase eine höhere Verhandlungssicherheit.

Zusätzlich zum Preis des Hauses, können Sie sich auch noch überlegen, ob Sie bestimmte Einrichtungsgegenstände (Küche, Möbel, Sauna, usw.) verkaufen möchten. Ebenfalls ist es sinnvoll, einen realistischen Zeitrahmen festzulegen, ab wann das Haus verkauft werden kann und bis wann es verkauft sein soll. Damit im Nachhinein keine Überraschungen auftauchen, empfiehlt es sich außerdem, sich schon im Vorhinein mit steuerlichen Fragen auseinanderzusetzen. Also, ob und wenn ja, in welcher Höhe beim Verkauf Steuern anfallen.

Die finale Entscheidung zum Abschluss der Vorbereitungsphase lautet, Eigenvermarktung oder Vermarktung von Immobilien Experten? Grundlegend kann der Vermarktungsprozess durchaus aufwendig und zeitintensiv sein, auch gehört ein gewisses Verhandlungstalent dazu. Wenn Sie genug Zeit zur Verfügung haben und, Ihrer eigenen Erfahrung nach, zudem ein Talent für Verhandlungen besitzen, können Sie Ihr Haus problemlos selbst vermarkten. Wenn Sie jedoch auf die Erfahrung und Expertise von Immobilienprofis zurückgreifen möchten, ist das freilich eine ebenso sinnvolle Entscheidung. Natürlich, wenn Sie sich dafür entscheiden Ihre Immobilie vom Profi vermarkten und verkaufen zu lassen, dann geht im Normalfall ein Teil des Verkaufserlöses an den Profi. Dafür sparen Sie sich im Umkehrschluss Zeit. Gegebenenfalls kann es außerdem gut sein, dass der Immobilien Experte einen höheren Verkaufspreis erzielt, als Sie alleine es erzielt hätten. Somit kann Ihnen unterm Strich sogar mehr Geld übrig bleiben. Wichtig ist es freilich, den richtigen Partner auszusuchen. Erkundigen Sie sich einfach im Freundes- und Bekanntenkreis. Vielleicht war dort schon mal jemand in einer vergleichbaren Situation. Dann kann es gut sein, dass Ihnen jemand ein Immobilien-Unternehmen empfehlen kann. Falls Sie in Oberösterreich nach einem Partner suchen, kontaktieren Sie gerne uns. Wir stehen Ihnen gerne  als Immobilien Partner zur Seite.

2. Vermarktungsphase

Bevor mit der Vermarktung begonnen werden kann ist es wichtig, alle relevanten Dokumente (Energieausweis, Grundrisse, Fotos von der Immobilie, Pflege- und Wartungsanleitungen, Daten vom Objekt wie z.B. Baujahr, Heizungstyp, usw.) vorzubereiten. Optimal ist es, diese Dokumente in einem ansprechenden Exposé zu bündeln. Dann ist alles Wichtige übersichtlich beisammen. Falls Interessierte später danach fragen, können diese Dokumente ihnen dadurch umgehend übermittelt werden.

Weil der erste Eindruck zählt, gilt: Bringen Sie Ihr Haus zum Strahlen. Schon bei den Fotos ist es wichtig, dass Sie Ihre Immobilien in bestem Licht präsentieren. Es bewirkt tatsächlich viel, wenn das Haus in einem sauberen und ordentlichen Zustand ist. Schließlich wollen Sie, dass die Fotos ansprechend und einladend sind. Wenn Leute dann Ihre Anzeige sehen, wird so Interesse geweckt. Bei den Besichtigungsterminen wiederum gilt es, den positiven Ersteindruck zu bestätigen. Sprich, auch vor dem Besichtigen zahlt es sich aus, wenn das Haus sowohl außen als auch innen einen guten Eindruck macht.

Besonders für den ersten Besichtigungstermin, genauso natürlich aber auch bei den späteren Besichtigungsterminen, ist es wichtig sich zuvor gewissenhaft vorzubereiten. Überlegen Sie, welche Fragen die Interessierten haben können und finden Sie passende Antworten darauf. Das sorgt für einen souveränen Auftritt beim Besichtigungstermin. Insgesamt gilt, je besser die Atmosphäre, desto größer die Chance auf einen erfolgreichen Verkauf. Schauen Sie sich Ihre Immobilie genau an. Vielleicht gibt es kleinere oder größere Sanierungsarbeiten, die sinnvoll sind. Eventuell können die Wände gestrichen werden. Ein einfach umzusetzender Tipp ist außerdem, vor der Besichtigung gut zu lüften. Frische Luft ist ein gutes Mittel, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Während des Termins hören Sie gut zu. Versuchen Sie, die Kaufmotivation der Interessierten zu verstehen. Darauf aufbauend können Sie die Vorteile Ihres Hauses optimal hervorheben. Seien sie gleichzeitig aber auch ehrlich, was Mängel betrifft. Offenheit führt in diesem Fall häufig dazu, dass Vertrauen aufgebaut wird. Was wiederum die Chance auf einen Verkaufserfolg erhöht. Idealerweise, haben Sie außerdem alle relevanten Dokumente bereit und wissen über alle wichtigen Eckdaten Bescheid. Beispielsweise sind für Kaufinteressierte auch die Höhe der Nebenkosten interessant.

2. Verkauf

Für den erfolgreichen Verkauf ist eine gute Vorbereitung ebenfalls die Basis. Hilfreich kann hier sein, bereits im Vorhinein in der Familie oder mit Bekannten die Preisverhandlungen in Form eines Rollenspiels durchzuspielen. Allgemein gilt, legen Sie sich bei Preisverhandlungen nicht vorschnell fest. Setzen Sie für sich schon im Vorhinein Ihr unteres Limit, genauso wie Ihren Zielpreis fest. Lassen Sie sich dann bei den Verhandlungen nicht drängen. Gegebenenfalls können Sie Teile des Inventars als Bonus mitverkaufen. So können Sie argumentieren, dass Sie preislich zwar auf einem bestimmten Preis bestehen bleiben, dafür aber noch Inventar als Extra mit in den Preis inkludiert ist. Sinnvoll ist außerdem, die Zahlungsfähigkeit der Kaufinteressierten zu überprüfen. Bitten Sie die Kaufinteressierten daher am besten einfach um Vorlage einer Selbstauskunft. Vor einer fixen Zusage empfiehlt es sich, noch eine Bedenkzeit einzulegen. Schlafen Sie nochmal drüber und dann, wenn die ausgehandelten Konditionen für Sie in Ordnung gehen, sagen Sie zu.

Jetzt geht es noch darum, einen professionellen Kaufvertrag aufzusetzen. Sie beauftragen damit entweder gleich Ihre Notarin / Ihren Notar oder Sie entscheiden sich den Kaufvertrag selbst zu gestalten. Vielleicht haben Sie schon eine Vorlage. Ansonsten können Sie einfach im Internet nach einer Vorlage für den Kaufvertrag suchen. Gehen Sie sorgfältig vor und tragen Sie alles Notwendige ein. Alle Vereinbarungen, die mit der Käuferseite vereinbart wurden, sollten sich jedenfalls auch im Kaufvertrag wiederfinden.  Gibt es Passagen im Kaufvertrag, bei denen Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich diesbezüglich am besten von Profis beraten. Schließlich wollen Sie vermeiden, dass Teile des Vertrags oder gar der gesamte Kaufvertrag unwirksam sind. Auch wenn Sie sich dafür entscheiden, den Kaufvertrag selbst zu erstellen, ist es dennoch ratsam, ihn notariell beurkunden zu lassen.

Ein guter Tipp ist es, sich gleich von einer Notarin oder einem Notar beraten zu lassen. Sollten Fragen zum Kaufvertrag auftauchen, bekommen Sie von der Notarin / dem Notar eine neutrale Expertise. Die Notarin / der Notar ist im Allgemeinen nämlich verpflichtet, Sie unabhängig und neutral zu beraten. Ohnehin ist es außerdem üblich, vor Vertragsabschluss eine Vorbesprechung bei der Notarin / beim Notar abzuhalten. Dort erhalten Sie auch die Informationen, welche Dokumente als Grundlage / Beilage zum Kaufvertrag von Ihnen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Offiziell und rechtskonform abgeschlossen ist der Verkauf Ihrer Immobilie dann durch die notarielle Beglaubigung. Die Schlüsselübergabe sollte erst durchgeführt werden, wenn  Sie den gesamten Kaufpreis erhalten haben. Gegebenenfalls kann auch hier die Notarin / der Notar in Form eines Treuhandkontos unterstützen. In diesem Fall ist die Notarin / der Notar dafür verantwortlich, dass die Eigentumsrechte erst auf die Käuferseite übergehen, wenn der gesamte Kaufpreis auf das Treuhandkonto eingezahlt wurde.